Waffenraum bauen

Einfach und schnell zu erstellen, auch in Bestandsöffnungen.

Wie Sie einen Keller oder Raum in einen Waffenraum verwandeln in weniger als einer Stunde garantiert ohne handwerkliche Vorkenntnisse.

Vorteile mit einem Waffenraum:

    •     Sie bewahren Ihre Lang- und Kurzwaffen nach dem aktuellen Waffegesetz sicher und gesetzeskonform auf
    •     Die Lösung der Waffenaufbewahrung ist sehr preiswert da hier sehr viele Waffen sicher aufbewahrt können
    •     Kein lästiges Abbauen von Zieloptiken alle Waffen haben viel Platz zueinander.  

 

  Zur Waffenraumtür - Anfrage

 

Was versteht man unter einem Waffenraum?

Ein Waffenraum, auch „Waffenkammer“ genannt, ist ein Raum, der abgeschlossen werden kann und in dem Waffen unter Einhaltung der vorgegebenen Sicherheitsbedingungen gelagert werden können, wobei sich diese Pflicht zur Aufbewahrung in gesicherten Tresoren oder Räumen aus dem § 36 WaffG Waffengesetz (WaffG) Aufbewahrung von Waffen oder Munition https://www.gesetze-im-internet.de/waffg_2002/__36.html ergibt. Gleichwertig gesicherte Räumlichkeiten sind dabei entsprechenden Waffenschränken gleichgestellt. Hier besagt die „Allgemeine Verordnung zum Waffengesetz“, dass sie „dem Stand der Technik“ zu entsprechen haben. Sollten Sie auf diesem Gebiet Laie sein, sollten sich an Ihre zuständige Behörde zu wenden, um ein individuelles Konzept zur Aufbewahrung zu besprechen.

Der Waffenraum wird mit einer speziellen Tresortüre bzw. Waffenraumtüre gesichert. Das Waffengesetz verlangt hier die Zertifizierung nach EN 1143-1. Als privater Waffenraum reicht in den meisten Fällen die Klasse 1. Anbei die Antworten auf Fragen, die im Zusammenhang mit der Planung und Realisierung von privaten Waffenräumen an uns gestellt werden.

1. Wie plane ich einen Waffenraum (in dauerhaft bewohnten Gebäuden) bzw. an was sollte ich dabei denken:

a) Manche Bundesländer haben hierzu Richtlinie und sogar einige Landkreise haben eigene Merkblätter zur gleichwertigen Aufbewahrung in Waffenräumen. Besorgen Sie sich die Merkblätter bei Ihrer lokalen Waffenbehörde.
b) In der Planung des Gebäudes ist es ratsam den Raum nicht als Waffenraum zu kennzeichnen, sondern besser als Abstellraum oder ähnlichem.
c) Gute Beleuchtung
d) Eine Heizung.
e) Werkzeug, falls man sich einsperrt.
f) Telefon bzw. Kommunikation nach außen
g) Wasserstandswarner, Thermometer und Hygrometer
h) Es wird empfohlen ein Zahlenkombinationsschloss zu verwenden, um das Problem der sicheren Schlüsselverwahrung zu vermeiden. Sie als Waffenbesitzer müssen Ihre Waffen vor dem Zugriff Unbefugter schützen.

2. Welche Wandstärke und Beschaffenheit sollte der Waffenraum haben.

  • Für den Waffenraum werden ausschließlich Waffenraumtüren mit der Sicherheitsstufe von mindestens Klasse 1 verwendet.
  • In der Regel wird hier ein Mauerwerk (z.B. DIN 1053-1) in einer Mauerstärke von 240 bis 360 mm gefordert.
  • Alternativ kann hier eine Stahlbetonwand (EN206-1 / DIN 1045-2) mit Nenndicke von 140 -170 mm gefordert sein.
  • Ganz wichtig: Sprechen Sie vorab mit der genehmigenden lokalen Waffenbehörde.

 

Hierzu gibt es leider nur sehr wenige verlässliche Vorgaben durch Normen oder Ähnlichem. Zum Waffenraum ein Auszug aus den Empfehlungen des LKA Baden-Württemberg, Stand Januar 2019 zur sicheren Aufbewahrung von Waffen und Munition. In diesem Dokument wiwrd auf die Wandungsstärke des Waffenraums Bezug genommen. Hierbei handelte es sich um Empfehlungen. Aus dieser Tabelle zitieren wie folgt:

a) Mauerwerk:

Waffenräume in dauernd
bewohnten Gebäuden im privaten Bereich
Mauerwerk nach DIN EN 1996/NA,
Mörtelgruppemind. NM II/DM 
 
  Nenndicke mm min Druckfestigkeitsklasse der Steine
Klasse 0 ≥ 240  ≥ 12
Klasse 1 ≥ 240  ≥ 12


b) Wand aus Stahlbeton:

Waffenräume in dauernd
bewohnten Gebäuden im privaten Bereich
Mauerwerk nach DIN EN 1996/NA,
Mörtelgruppemind. NM II/DM 
 
  Nenndicke mm min Festigkeitsklasse
Klasse 0 ≥ 140  C 16/20
Klasse 1 ≥ 140 C 16/20

 

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Somit ist die Sicherheit Ihres Waffenraums nicht nur in Abhängigkeit Ihrer Waffenraumtüre, sondern noch viel mehr abhängig von der umgebenden Wand. Sprechen Sie hierzu vor der Erstellung Ihres Waffenraum mit der örtlichen Waffenbehörde.

3. Die richtige Größe der Waffenraumtüre wählen

sonderanfertigung

Gerne wird die Standardtüre mit 2000 mm Höhe x 1000 mm Breite und 240 mm Zargentiefe gewählt. Hier haben Sie in der Regel eine Durchgangshöhe von ca. 1880 mm und eine Durchgangsbreite von ca. 88 cm. 

Die Waffenraumtür ist auch in Sondermaßen erhältlich. Wir können die Türe für Ihren Waffenraum in einem gewissen Raster zu unseren Standardmaßen anpassen. In der Regel sind das plus/minus 15 % vom Standardmaß. Auf unseren Angeboten ist der Aufpreis als separate Position ausgewiesen. So können Sie entscheiden, was für Sie günstiger ist. Eine passgenaue Türe für Ihren Waffenraum oder das Erstellen eines passgenauem Mauerloch für eine Standardtüre.

  • Zur Höhe: Heutzutage sind viele Menschen groß gewachsen. Für 15 % Aufpreis können wir die Türen im Rahmen der Zertifizierung um 15 % Strecken. Somit haben wir eine übliche Durchgangshöhe um 2 Meter erreicht. Der kleine Aufpreis ist sicher besser wie sich ein Leben lang den Kopf anzuschlagen.

  • Zur Breite: Falls Sie in Ihren Waffenraum mit einer Europalette einfahren müssen bedenken Sie hier bitte die Grundabmessungen von 800 x 1200 mm. Auch in der Breite können wir die Türe strecken bzw. verbreitern.

  • Zur Tiefe: Die übliche Zargentiefe ist 240 mm. Die Verankerungsbohrungen für die Befestigung der Türe mit Einschlaganker sitzen meist mittig in der Zarge und somit bei ca. 120 mm. Wenn Sie jetzt eine schlanke Betonwand einsetzen sollte die Zargentiefe reduziert werden, da sonst die Anker asymmetrisch in der Wand sitzen. Bei den meisten Türenkann diese ebenfalls gegen Aufpreis von 15 % auf minimal ca.160 mm reduziert werden. Wenige als 160 mm ist in den meisten Fällen wegen der Türblattstärke nicht möglich.

  • Türschwelle: Bedenken Sie bitte in der Planung, daß die meisten Türen unten eine Schwelle von 30 mm haben. Diese können Sie in den Boden einlassen um dann bodeneben und ohne Stolperfalle in den Raum laufen zu können. Andere Kunden nutzen die Schwelle aber auch als Wasserschutz und bauen unter die Schwelle sogar noch einen kleinen Betonsockel um diesen Effekt noch zu verbessern.

  • Türzarge: Am einfachsten einzubauen ist die Blockzarge. Diese wird ins Mauerloch gestellt und mit Schwerlastanker mit der Wand verbunden und befestigt.

4. Wie sorge ich für Luft in meinem Waffenraum:

  • Fenster sind im Waffenraum nicht erlaubt.
  • Lüftung ja nach Bedarf und den häuslichen Begebenheiten. Zum Beispiel elektronisch gesteuert: Falls die relative Luftfeuchtigkeit im Waffenraum ansteigt, kann die Belüftung abgestellt und auf Luftumwälzung und Luftentfeuchtung umgestellt werden.
  • Belüftungseinrichtungen: Zur Raumbelüftung können Belüftungskanäle, max. Ø 12 cm, eingebaut werden.

 

5. Wer legt die Sicherheitsstufe der Waffenraumtüre fest?

Der „Stand der Technik“ ist gesetzlich nicht normiert. Woran können Sie sich halten und wie kann der Ablauf zur Abnahme Ihres Waffenraums sein.
Ableitung aus der Versicherbarkeit: Jede Waffenraumtüre ist eine Wertschutzraumtüre und der Wertschutzraum besteht aus zwei Komponenten:

I. Die Türe
II. Der Raum (Decke, Boden und Wandung)

Die Waffenraumtüre wird nach bestimmten Vorgaben gefertigt und besitzt ein Zertifikat nach EN 1143-1. Hierzu ist auf der Innenseite der Türe eine Prüfplakette angebracht. Ebenfalls ist in der Montageanleitung beschrieben, wie die Türe mit dem Mauerwerk verbunden werden muss. Hierbei werden in der Regel Einschlaganker mit einer gewissen Zugfestigkeit verwendet. Für die Türe gibt es dann eine Empfehlung für die Versicherbarkeit nach der jeweiligen Sicherheitsstufe. Da es sich um eine Empfehlung handelt, kann hier jede Versicherung unterschiedliche Anforderungen stellen. Eine Empfehlung hat somit keinen bindenden Charakter. An dieser Stelle kann dann jede Versicherung eigene Anforderungen an die Wandstärke sowie den Werkstoff des Waffenraums stellen. Üblicherweise sind im Keller Beton, Kalksandstein oder Ziegellochsteine verbaut.

Trockenbauwände, Gasbeton, Glasbausteine oder Bimsstein bieten trotz Tresorraumtür keinen ausreichenden Schutz und gelten somit nicht als fachgerecht für einen Waffenraum.

Ableitung aus dem Waffengesetz: Hier resultiert der nötige Widerstandsgrad der Waffenraumtüre aus dem Waffengesetz und hängt von der Anzahl der Lang- und Kurzwaffen ab und ob es sich um ein dauerhaft bewohntes Gebäude handelt oder nicht. Waffensammler, Waffenhändler und Schützenvereine unterliegen besonderen Regelungen. Als privater Waffenraum im dauerhaft bewohnten Gebäude kommt in den meisten Fällen ganz klassisch und ohne weitere Auflagen die Waffenraumtüre nach Klasse 1 / EN 1143-1 zum Einbau. Da die Klasse 1 auch im Betäubungsmittelgesetz (Apotheken, Krankenhäuser) vorkommt und zudem von 99% aller Waffenbesitzer verwendet wird, gibt es faktisch keine Klasse 0 Türen, bzw. diese kosten dann genauso viel wie die Klasse 1 Türen. Es empfiehlt sich also vor Erstellung des Waffenraumes ein Gespräch mit der lokalen Waffenbehörde speziell, wenn Sie viele Lang- uns Kurzwaffen sichern möchten. Dabei liegt in der Beurteilung durch die Waffenbehörde das Hauptaugenmerk auf der Anzahl und der entsprechende Verschluss Ihrer Kurzwaffen.

Wir haben auch ganz spezielle Lösungen für Schützenhäuser und Schießstätten. Für jede Anforderung können wir Ihnen die passende Tresortüre von dem Waffenraum im Schützenhaus anbieten.

Nicht dauerhaft bewohnte Gebäude: Die Waffenaufbewahrung in nicht dauerhaft bewohnten Gebäuden ist unter Beachtung der DIN EN 1143 –1 Widerstandgrand I auf max. 3 Langwaffen beschränkt (§ 13 Abs.6 AWaffV). Bezüglich der Waffenaufbewahrung in nicht dauerhaft bewohnten Gebäuden können abweichende Regelungen im Rahmen einer Einzelprüfung von der Waffenbehörde getroffen werden!

 

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Übersicht unserer Top-Seller im Bereich Waffenraumtüre Klasse 1 / EN 1143-1

Hersteller/
Modell
Hossbach
Gera T
ISS
Dresden-Freital
ISS 
St.Gallen Door
Müller
ATi 1
         
Hergestellt in Deutschland Polen Polen Deutschland
Zertifiziert VdS / Köln VdS / Köln ECB-S / Frankfurt VdS / Köln
Klasse / EN 1143-1 Klasse 1 Klasse 1 Klasse 1 Klasse 1
Das Besondere Kostengünstige Sondermaße Mit 30 Minuten Feuerschutz Die leichteste Türe Geht nach innen auf
Das Besondere II Expressfertigung möglich   - - - - - -  - - -
Transport Stehend auf speziellem Gestell Liegend in Holzkiste Liegend in Holzkiste  Liegend in Holzkiste
Preise Sondermaße Komplett 15 %  Jede Richtung + 15 %  Jede Richtung + 15 %   Jede Richtung + 15 % 
Preis für 2 Meter hohe Türe Euro 2.184,00 Euro 2.210,00  2.192,00  
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