Was ist ein Waffenschrank?

Bei einem Waffenschrank handelt es sich um einen speziellen Tresor mit sehr hohen Sicherheitsstandards. Er ist für die Waffengesetz-konforme Aufbewahrung verschiedener Waffenarten sowie Munition vorgesehen.

Gibt es einen Unterschied zwischen Waffenschränken und Tresoren?

Prinzipiell handelt es sich bei Waffenschränken auch um Tresore. Im Grunde heben sie sich von gewöhnlichen Tresoren nur durch einen Punkt ab. Nämlich, dass sie per Gesetz noch strengere Sicherheitsanforderungen zu erfüllen haben. Als Regelwerk fungiert das deutsche Waffengesetz. Viele Menschen bringen die Funktionen und Vorteile von Waffenschränken und Tresoren zusammen. So dient der Waffenschrank bei denen auch als normaler Tresor für die Aufbewahrung wichtiger Dokumente und Wertsachen und als Einbruchschutz.

Wann brauche ich einen Waffenschrank?

Das deutsche Waffengesetz schreibt vor, dass sämtliche erlaubnispflichtigen Waffen in einem Waffenschrank Klasse 0 oder Waffenschrank Klasse 1 aufzubewahren sind. Die Sicherheitsstufen werden auch Widerstandsklasse genannt. Dementsprechend muss jeder, der eine erlaubnispflichtige Schusswaffe und Munition besitzt, einen Waffenschrank für deren Aufbewahrung anschaffen. Das Waffengesetz macht keine Ausnahmen. Möchten Sie Ihre Waffen im Auto transportieren, brauchen Sie sogar für das Auto einen Extra-Waffenschrank. Mit Blick auf einen möglichen Überfall dürfen Waffen bei ihrem Transport nicht ungesichert herumliegen. Wenn Sie nicht-erlaubnispflichtige Schusswaffen wie Luftgewehre oder Schreckschusspistolen besitzen, brauchen Sie keinen Waffenschrank.

Wozu ist ein Waffenschrank erforderlich?

Ein Waffenschrank ist erforderlich, um die gesetzlichen Vorgaben im Waffengesetz einzuhalten. Wenn Sie diese nicht einhalten, drohen Bußgelder, Beschlagnahmungen und Entziehungen der Besitzerlaubnis. Eine Kontrollebene hat man geschaffen, indem gekaufte Waffenschränke und Kurzwaffenschränke den Behörden nachzuweisen sind. Sollten Sie gemeldete Waffen besitzen und dann keinen Waffenschrank nachweisen, werden jene recht schnell Polizei oder Amtsmitarbeiter senden. Für viele seriöse Waffenbesitzer ist das unverständlich. Sie haben das Gefühl, ungerechtfertigt unter Druck gesetzt zu werden. Anstelle, dass man sich den illegalen Waffen und damit dem echten Problem widmet. Grundsätzlich ist dieser Gedanke sicher nicht verkehrt. Waffenschränke helfen aber zumindest dabei, das Problem der illegalen Waffen einzudämmen.

Was hat es mit der Sicherheitsstufe bei Waffenschränken auf sich?

Früher hat man Waffenschränke nach den Richtlinien des VDMA (Verband der deutschen Maschinen- und Anlagebauer) entworfen und zertifiziert. Dabei gab es die Sicherheitsstufe A und die Sicherheitsstufe B, wobei zweite die höheren Sicherheitsanforderungen erfüllte. Mit den letzten Änderungen im Waffengesetz wurden die Sicherheitsstufen in die Widerstandsklassen 0 und 1 umgeformt. Vereinfacht sagt man auch einfach „Klasse“. Die Grundlage dafür bildet die europäische Norm EN 1143-1. Tatsächlich übertrifft die Klasse 0 sogar die Standards der ehemaligen Sicherheitsstufe B. Dennoch dürfen Sie Waffenschränke und Kurzwaffenschränke mit den alten Sicherheitsstufen weiterhin für die Aufbewahrung Ihrer Waffen nutzen. Sie müssen, sofern Sie einen älteren Schrank besitzen, keinen neuen kaufen. Kriterien für die einzelnen Widerstandsklassen:

Waffenschrank Klasse 0
(Gewicht bis 200 Kilogramm)
Waffenschrank Klasse 0
(Gewicht ab 200 Kilogramm)
Waffenschrank Klasse 1
(gewichtsunabhängig)
Langwaffen in unbegrenzter Anzahl Langwaffen in unbegrenzter Anzahl Langwaffen in unbegrenzter Anzahl
Maximal 5 Kurzwaffen Maximal 10 Kurzwaffen Kurzwaffen in unbegrenzter Anzahl
Munition in unbeschränkter Menge oder Extra-Munitionsschrank Munition in unbeschränkter Menge oder Extra Munitionsschrank Munition in unbeschränkter Menge oder Extra Munitionsschrank

Welchen Waffenschrank oder Kurzwaffenschrank brauche ich?

Haben Sie das Prinzip der Widerstandsklassen einmal verinnerlicht, ist die Auswahl des idealen Waffenschranks nur noch eine Größen- beziehungsweise Gewichtsfrage. Um die Klassen im Waffengesetz noch einmal kurz zusammenzufassen: Langwaffen und Munition dürfen Sie stets unbegrenzt aufbewahren. Bei den Kurzwaffen müssen Sie zumindest mit den Schränken der Klasse 0 aufpassen. Sie haben zusätzlich Munition: Wählen Sie einen Waffenschrank, der ausreichend Platz für Munition bietet. Alternativ können Sie einen Extra-Munitionsschrank dazu bestellen. Bei Munitionsschränken gelten keine Sicherheitsstufen. Beispiele:

  • Sie besitzen 3 Langwaffen: Es reicht ein normaler Waffenschrank für eine geringe Anzahl an Langwaffen. Hinsichtlich der Sicherheitsstufe oder des Gewichts müssen Sie nichts weiter beachten.
  • Sie haben 2 Langwaffen und 1 Kurzwaffe: Aufgrund der Langwaffen brauchen Sie auch hier einen normalen Waffenschrank. Die Sicherheitsstufe und das Gewicht sind nicht weiter relevant für Sie.
  • Sie möchten 1 Dienstwaffe sichern: In diesem Fall kommen Sie mit einem kleinen Kurzwaffenschrank unter 200 Kilogramm wunderbar aus.
  • Sie haben eine Sammlung an 6 Kurzwaffen: Sie benötigen einen ausreichend großen Kurzwaffenschrank. Beachten Sie dabei, dass dieser ein Gewicht von mindestens 200 Kilogramm aufweisen muss, wenn Sie die Widerstandsklasse 0 nehmen. Ansonsten ist nichts weiter zu beachten.  

Wie sicher sind Waffenschränke und Kurzwaffenschränke?

Grundsätzlich sind Waffenschränke und Kurzwaffenschränke sehr sicher. Sie entsprechen den Vorgaben im Waffengesetz und diese sind angesichts der von Waffen ausgehenden Gefahr streng. Im Umkehrschluss heißt das: Sollte es dazu kommen, dass Einbrecher bei Ihnen einfallen und den Schrank entdecken, haben Sie entsprechenden Schutz. Ohne enormen Krach, viel Zeit und absolute Spezialwerkzeuge können Unbefugte rein gar nichts tun. Entscheiden Sie sich für einen Waffenschrank oder Kurzwaffenschrank mit einem Schloss, dann sollten Sie den Schlüssel gut verwahren. Verstecken Sie ihn an einem sicheren Ort. Wenn Sie sich für einen Schrank mit elektronischem Schloss entscheiden, behalten Sie die Zahlenkombination für sich. Verfahren Sie mit ihr, als wäre es Ihre Konto-PIN. So profitieren Sie von einer maximalen Sicherheit. Wenn Sie den Schrank dann noch entsprechend verankern lassen, besteht auch kein Risiko mehr, dass man ihn als Ganzes mitnimmt. Insbesondere bei leichten Schränken ist eine Verankerung empfehlenswert.

Gibt es auch Waffenschränke mit Feuerschutz?

Möchten Sie Ihren Waffenschrank oder Kurzwaffenschrank auch nutzen, um wichtige Dokumente aufzubewahren? – Dann empfehlen wir Ihnen, über einen Feuerschutz nachzudenken. Schränke mit speziellem Feuerschutz halten im Brandfall länger stand und schützen die Inhalte vor den Flammen. Auch die Munition in einem Feuerschutz-Schrank besser aufgehoben, weil sie unter extremer Hitzeeinwirkung explodieren kann. Hinsichtlich extrageschützter Waffenschränke und Kurzwaffenschränke ist eines zu beachten: Bei einem Brand entstehen rasch bis zu 1.000 Grad Celsius und mehr. Auch ein starker, sehr gut verarbeiteter Waffenschrank mit Feuerschutz kann da nur länger, aber nicht gänzlich standhalten. Mit der besten Feuerschutz-Option gewinnen Sie bei einer dauerhaften Temperatureinwirkung von 1.093 Grad Celsius 60 Minuten. Außerdem sollten Sie daran denken, dass die Feuerwehr mit reichlich Löschwasser eintrifft. Kaufen Sie deshalb idealerweise nicht nur einen Waffenschrank mit Feuerschutz, sondern auch mit einer Löschwasserdichtung.

Wo muss ich meinen Waffenschrank aufstellen?

Grundsätzlich existieren im Waffengesetz keine konkreten Vorgaben dazu, wo Sie Ihren Waffenschrank aufzustellen haben. Es gilt einzig und allein, dass Sie an diesem Ort dauerhaft wohnen und anwesend sind. Wenn Sie mehrere Wohnungen oder Häuser haben, dürfen Sie auch mehrere Waffenschränke aufstellen – solange Sie die Behörden informieren. Konkrete Standortregelungen sind im Waffengesetz ausschließlich für teilweise oder gänzlich unbewohnte Orte vorgesehen. Dazu zählen beispielsweise Wochenendhäuser, Jägerhütten, Schuppen, Garagen, Kellerräume in Mehrfamilienhäusern und weitere. Wenn Sie Ihren Waffenschrank an einem abgelegenen Orte aufstellen möchten, beachten Sie bitte: Er muss die Sicherheitsstufe 1 aufweisen. Trotz der Klasse dürfen Sie nur maximal 3 Langwaffen aber keinerlei Kurzwaffen oder Munition in dem Schrank aufbewahren. Der Hintergrund ist, dass die Einbruchwahrscheinlichkeit an den genannten Ausnahmeorten höher ist und dass Sie einen Einbruch kaum bemerken können. Im Fall der Fälle kommen Diebe so vielleicht an die Langwaffen heran. Nicht aber an die allgemein gefährlicheren Kurzwaffen oder die passende Munition.

Muss ich meinen Waffenschrank oder Kurzwaffenschrank verankern?

Ob Sie Ihren Waffenschrank oder Kurzwaffenschrank verankern müssen, hängt von zwei Faktoren ab. Einerseits davon, wie viele Waffen Sie in ihm aufbewahren werden. Andererseits davon, ob Sie den Waffenschrank auch als Tresor nutzen möchten. Das Stichwort lautet in beiden Fällen Einbruchschutz. So lassen sich insbesondere leichte Waffenschränke noch abtransportieren. Außerdem greift das Waffengesetz mit Blick auf die Klasse des Schranks und die Anzahl an Kurzwaffen: Waffenschränke der Klasse 0 unter 200 Kilogramm sind zu verankern, wenn Sie mehr als 5 Kurzwaffen in ihnen aufbewahren möchten. Waffenschränke der Klasse 0 ab 200 Kilogramm sind zu verankern, wenn Sie mehr als 10 Kurzwaffen in ihnen aufbewahren möchten. Wir erinnern uns: In Waffenschränken der Klasse 1 dürfen Sie unbegrenzt viele Kurzwaffen aufbewahren, auch ohne Verankerung. Die bei der zusätzlichen Nutzung als Tresor erforderliche Verankerung hängt mit der Versicherung zusammen. Denn damit die Versicherung im Falle eines Diebstahls zahlt, muss der Tresor aka Waffenschrank verankert gewesen sein. Ob Sie sich dafür für eine Bodenverankerung oder eine Wandverankerung entscheiden, steht Ihnen frei. Versicherungs- sowie gesetzestechnisch reicht meist eine von ihnen. Sie können aber für eine maximale Sicherheit auch beide nutzen. Verankerungsvorteile: Sie setzen auf die höchste Sicherheit und einen maximalen Einbruchschutz, denn nachdem der Waffenschrank verankert wurde, lässt er sich nicht mehr bewegen. Die für eine feste Verankerung erforderlichen Aussparungen werden direkt bei der Herstellung in den Waffenschrank eingearbeitet. Sie haben Bedenken wegen eines hochwertigen Bodenbelags oder einer Fußbodenheizung? – Verankern Sie den Waffenschrank einfach in der Wand.

Was mache ich mit dem Waffenschrank Schlüssel?

Das Waffengesetz schreibt nur vor, dass der Schlüssel so aufzubewahren ist, dass Unbefugte darauf keinen Zugriff haben. Konkrete Beispiele oder Vorgaben existieren ansonsten nicht. Es bleibt also Interpretationsspielraum. Die einen meinen, dass sich das sicherste Versteck mit der meisten Kontrolle direkt am Mann befindet. Das würde aber auch bedeuten, dass man den Schlüssel im Schwimmbad um den Hals tragen muss. Andere sagen, dass ein wirklich sicheres Versteck, wahlweise ein Extra-Tresor, auch reicht. Ein Versteck eben, welches Einbrecher und Unbefugte nicht entlarven können.

Lassen sich Waffenschränke und Kurzwaffenschränke auch einbauen?

Nein, leider sind die meisten Waffenschränke nicht so wie Tresore für einen Einbau in Schrankvorrichtungen und anderes entwickelt. Das hängt einerseits mit dem Gewicht zusammen und andererseits damit, dass keine vernünftige und akzeptierte Verankerung erzielt werden könnte.

Kann ich meinen Waffenschrank auch mit anderen teilen?

Ja, Sie dürfen Ihren Waffenschrank mit weiteren Personen teilen – vorausgesetzt, dass diese im selben Haushalt leben. Die gemeinschaftliche Nutzung eines Waffenschranks von mehreren verschiedenen Haushalten ist nicht erlaubt.

Wie verschließe ich meinen Waffentresor?

In diesem Zusammenhang werden wir nach unserer Einschätzung gefragt Schlüssel oder Zahlenschloss bzw. Elektronikschloss? Gerne wird die Frage mit dem Zusatz ergänzt "was ist sicherer?“ Das eigentliche Tresorschloss ist hinter der Panzerplatte eingebaut. Somit sind alle Tresorschlösser gegen Gewalt gleich sicher. Von vorne sieht man die Bedieneinheit wie Schlüsselloch, Zahlenfeld oder Drehrad, die im Inneren des Tresors die Freigabe an die Verriegelung übermittelt. Beim Waffenschrank kommt eine weitere Überlegung dazu: Beim Doppelbartschloss müssen Sie auf den Schlüssel aufpassen, streng genommen müssen Sie den Schlüssel mit unter die Dusche nehmen. Es finden sich zur sicheren Aufbewahrung von Waffenschrankschlüssel im Waffengesetz keine Regelungen nach § 36 Abs. 1, Satz 1 WaffG hat jeder, der Waffen oder Munition besitzt, Vorkehrungen zu treffen um zu verhindern, dass diese abhandenkommen oder dass Dritte die Waffen bzw. Munition unbefugt an sich nehmen. Mit einem Zahlenschloss, egal ob mechanisch oder elektronisch, entledigen Sie sich der Qual gut auf Ihren Schlüssel aufpassen zu müssen. Vieler unserer Kunden wählen ein mechanisches Zahlenschloss, welches wir empfehlen, wenn man am Tag den Schrank nicht 5-mal öffnen muss. Das genaue Eindrehen der Zahlen funktioniert nach dem Prinzip „Kimme und Korn“ und ist dem Waffenschrankkäufer somit nicht fremd. Mit einem Zahlenschloss müssen Sie nicht nachweisen die Aufsicht auf Ihren Schlüssel vernachlässigt zu haben. Anmerkung zum Schlüssel: Falls Sie die Variante Schlüssel wählen und diesen in einem anderen Tresor aufbewahren möchten, muss dieser Tresor genau die gleiche Sicherheitsstufe haben. Wenn sie also den Schüssel Ihres Klasse 1 Waffenschrank in einer Stufe A oder B aufbewahren möchten ist das so nicht korrekt. Sie haben dann in diesem Fall den Aufbewahrungsvorschriften nicht entsprochen und Ihre Zuverlässigkeit bei einer möglichen Aufbewahrungsnachschau wird in Frage gestellt.

Wie wird ein Waffentresor über Treppen transportiert?

Waffentresore sind sperrig wegen der großen Höhe resultierend aus der Einstellhöhe Ihrer Langwaffen. Bedenken Sie, dass die Waffenschränke nie Aufrecht transportiert werden, sondern im 45 Grad Winkel gekippt mithilfe unterschiedlicher Transporthilfsgeräte wie Treppensteiger, Sackkarre, etc. . Dadurch ist die größte Länge beim Transport die Diagonale. Der Transport wird allgemein durch folgende Faktoren beeinträchtigt: a) Material der Treppe (Holz, Stein, Beton...freitragend oder aus einem Stück) b) Stufenform: Grundsätzlich sind gerade Treppen unproblematisch für den Transport. Bei konisch zulaufenden Treppen (keine quadratischen Stufen) muss auf jeden Fall von Ihnen ein Transportfragenbogen ausgefüllt werden. Wir sprechen hier von einfach oder zweifach gewendelter Treppe und es erfolgt eine Einzelfallprüfung für die Anlieferfähigkeit Ihres neuen Waffenschrankes. c) Diagonale bzw. die längste Kante des Tresors (siehe Pfeil). Diese Maß wird wichtig wenn man auf einer gewendelten Treppe im gekippten Zustand die Wendelung passieren muss. Im inneren Radius der Treppe hat man keinen Halt, da hier wenig Platz ist wegen der konisch zulaufenden Treppenstufe. d) Schwerpunkt: Bei gleichem Gewicht sind kleine Schränke viel unhandlicher zu transportieren als große Schränke. e) Machbarkeit: Gelegentlich hören wir das Argument „die Waschmaschine konnte hier problemlos transportiert werden. Lieber Kunde es ist eine andere körperliche Leistung einen nicht angreifbaren und an der Oberfläche glatten Waffensafe mit deutlich mehr Gewicht schadenfrei über eine Treppe zu transportieren. Den Transport der anderen Hausgeräte übernehmen sie in der Regel selber und einen Kratzer auf der Treppe oder der Wand akzeptieren Sie hier auf andere Art und Weise. f) Gewicht: Waffenschränke mit aussen liegenden Türbändern eignen sich besser für knifflige Transportweg. Hier wird die Türe gewichtsreduzierend ausgehängt und separat transportiert. Das erhöht die Sicherheit für eine perfekte Lieferung.

Kann ich meinen Waffenschrank selber konfigurieren?

Wir haben eine Vielzahl an Waffentresoren vorkonfiguriert in unserem Lager stehen und können diese umgehend liefern. Der weit größere Anteil bilden die Waffenschränke aus unserem Baukastensystem. Hier können Sie ein Regalteil bzw. Trennwandsystem nach Ihren Vorgaben in der Senkrechten positionieren. Die Fachböden werden in der Breite angepasst. Wir gehen hierbei von drei Rastern aus. a) Die Waffenhalter aus Schaumstoff haben einen Abstand von 55 mm b) Die Waffenhalter aus Vollgummi haben einen Abstand von 65 mm und sind im Abstand zueinander verschieb- und positionierbar. c) Im Regalteil können Ordner untergebracht werden. Die Ordner haben eine Rückenbreite von 80 mm zueinander. Sie können ebenfalls ein abschließbaren Innentresor erhalten oder einen höhenverstellbaren Fachboden oberhalb Ihre Langwaffen. Der Innentresor hat vor der Änderung des Waffengesetzes zum 06.07.2017 als Munitionsschrank gedient ist mittlerweile überflüssig. Mit einem Fachboden über den Langwaffen können Sie ausgehend von der Einstellhöhe den Restplatz optimal ausnutzen. Auf der Rückseite der Türe können Sie Staufächer positionieren. Daneben findet sich ein Platz für den Putzstockhalter. Bei vielen Modellen ist der Linksanschlag der Waffenschranktüre ohne Aufpreis möglich. Ihre Kurzwaffen können in speziellen Kurzwaffenhaltern im Regalteil einen geordneten und gesicherten Platz finden. Achtung: Dieser Beitrag ist keine Rechtsberatung! Wir können nicht für die Vollständigkeit, Aktualität und Richtigkeit der hier bereitgestellten Inhalte garantieren und somit keine Haftung übernehmen. Bitte kontaktieren Sie Ihre Waffenbehörde. Treffen Sie die erforderlichen Vorkehrungen für eine sichere Verwahrung Ihrer erlaubnispflichtigen Schusswaffen in einem verschlossenen Behältnis des Widerstandsgrad Waffenschrank 0 oder Widerstandsgrad Waffenschrank 1 nach Vds bzw. EN1143-1. Ihre zuständige Behörde sollte am besten vor dem Kauf von Ihnen konsultiert werden.

Sind Waffenschränke der Sicherheitsstufe "Stufe A" oder "Stufe B" noch zulässig?

Waffenschrankbesitzer die Ihre Waffenschränke der Stufe A oder B nach VDMA vor dem 06.07.2017 erworben haben genießen Bestandsschutz und können den Waffenschrank weiterhin benutzen. Dieser Bestandsschutz kann nicht übertragen werden und ist somit personengebunden. Sobald ein Waffenschrank der Stufe A oder Stufe B den Besitzer nach dem 06.07.2017 wechselt, erlischt der Bestandsschutz.

Was ist der Unterschied zwischen einem Waffenschrank der Klasse 0 und 1?

Zum einen ist der Unterschied des Waffenschrank 0 zum Waffenschrank 1 in der höheren Wandungsfestigkeit der Klasse 1 zu finden. Dadurch hält die Klasse 1 im Unterschied zur Klasse 0 länger einen Einbruchsversuch mit mechanischen oder thermischen Werkzeugen stand, somit ist hier ein höherer Einbruchschutz gegeben. Wir sprechen hier von Widerstandseinheiten. Die Klasse 0 besitzt hier 30 RU (RU = Resistant Unit oder auf Deutsch sind das Widerstandseinheiten). Im Vergleich kann die Klasse 1 mit 50 RU aufwarten und hat somit 166 % mehr Sicherheit bei einem Vollzugriff. Dies findet sich in der Versicherbarkeit wieder. Der Unterschied von einem Waffenschrank der Klasse 0 zur Klasse 1 sind hier 40.000,-- Euro (Klasse 0) im Vergleich zu 65.000,-- Euro (Klasse 1) an versicherbarem Inhaltswert. Für Sie als Waffenschranknutzer ist hier die Einlagerung in Bezug auf Kurzwaffen wichtig. Die Klasse 0 hat folgende Einschränkungen zur Klasse 0 in Bezug auf die Kurzwaffen. Die Klasse 0 unter 200 KG kann nur mit bis zu 5 Kurzwaffen bestückt werden. Die Klasse 0 über 200 KG kann mit bis zu 10 Kurzwaffen bestückt werden. Für einen Waffenraum gelten hier keine Gewichtseinschränkungen.